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Snowboarden ist mehr als nur carven! Jeder, der diesen Sport ernsthaft betreiben will, braucht irgendwelche Ziele, die er erreichen will, sozusagen eine treibende Kraft, die einen dazu bewegt, freiwillig die Strapazen des Lernens auf sich zu nehmen. Das schöne beim Snowboarden ist, daß die Möglichkeiten nahezu unbeschränkt sind. Es gibt verschiedenste Pistenverhältnisse, an die man sich ständig anpassen muß. Auf einer griffigen, gut präparierten Piste kann jeder fahren. Wird die Piste durch die vielen Schifahrer (die ja bekanntlich die Pisten kaputtmachen) buckelig, sieht die Sache schon ganz anders aus. Dabei ist es eine reine Übungssache! Man kann dann beim carven die Buckel für kleine Sprungeinlagen nutzen, außen herum carven oder über kleinere Buckel direkt darüber carven, indem man im entscheidenden Moment den Druck vom Board nimmt. Sieht die Piste dann irgendwann zu arg aus, z.B. im Frühjahr wenn es richtig aufsulzt, wird es sogar auf steilen Pisten sinnlos, zu carven. Nun sind schnelle Driftschwünge gefragt. Motto: Falllinie und durch! Die Geschwindigkeit wird durch abwechselnd frontseitiges und backseitiges Aufsetzen des Boards reguliert. Wichtig: möglichst keinen Buckel übersehen und nicht aus dem Rhythmus kommen! Es ist eine völlig andere Technik, als beim carven, die du erlernen mußt. Du kannst dabei auch Showeinlagen einwerfen: Drehungen, Sprünge,... erlaubt ist alles was Spaß macht! Ja, auch das härteste Raceboard hat hervorragende Freestyleeigenschaften. Also, einfach probieren, und der Spaß ist bis zum letzten Snowboardtag der Saison gesichert. Tiefschnee: o.k., hier muß ich zugeben, ist man mit einem Freestyleboard besser dran, vor allem wenn wirklich viel Schnee liegt. Mit dem Raceboard kann man dann nur auf sehr steilen Pisten mit viel Geschwindigkeit fahren, da es durch das lange Heck sehr schwer wird, die Spitze hoch zu kriegen. Ist der Schnee dann zerfahren, geht es besser. Aber am schönsten ist doch immer noch das Gefühl, einen unberührten Tiefschneehang zu entjungfern! Rennen: Als das Snowboarden vor ca. 7 Jahren wirklich populär wurde, haben wir beschlossen, niemals Rennen zu fahren. Erstens haben wir auf lange Sicht gegen die Jugend wahrscheinlich sowieso keine Chance und zweitens beschränkt sich dann der Snowboardsport nur auf Geschwindigkeit und Zeit; also, alles was meßbar ist, zählt. Stil und alles was unserer Meinung nach bei diesem Sport wirklich zählt, ist dabei egal. Die Entwicklung geht zudem in eine eigenartige Richtung: Da Snowboardrennen derzeit einfach nicht die Action bieten, die man von Schirennen her kennt, werden publikumswirksamere Variationen wie Boardercross erfunden. Mit Sicherheit machen diese Rennen Spaß, das Gefahrenpotential dieser Rennen ist aber beachtlich. Statt vier Fahrer gleichzeitig wie letztes Jahr starten heuer bis zu zehn. Schwere Verletzungen der meist sehr jungen Fahrer sind die Folge! Aber das genau will der Zuseher ja eigentlich, Zehntelsekunden sind ihm doch eigentlich egal. Ja, das ist unsere Philosophie. Im Schigebiet Amade sind wir damit offensichtlich alleine. Falls du unsere Einstellung teilst, schreib uns doch ein Mail!
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